Die Internationale Raumstation
Seit dem 2. November 2000 ist die Internationale Raumstation (ISS) permanent von Menschen bewohnt. Seither haben mehr als 160 Wissenschaftler und Ingenieure aus sechzehn Partnernationen die in internationaler Zusammenarbeit entwickelte Forschungseinheit besucht.
Die Fertigstellung der ISS ist immer noch nicht abgeschlossen. Der Zusammenbau im All begann 1998 und soll 2011 beendet werden, wobei einzelne Arbeiten noch bis mindestens 2015 andauern. Über das Jahr 2015 hinaus steht die Zukunft der ISS noch zur Diskussion.
Die ISS ist der größte künstliche Satellit in der Erdumlaufbahn und ist von der Erde aus mit bloßem Auge erkennbar. Sie dient langfristig als Forschungslabor im Weltall, in dessen Mikrogravitationsumfeld täglich Experimente in Bereichen wie der Biologie, der Physik, der Astronomie und der Meteorologie durchgeführt werden.
Die Montage der ISS begann 1998 mit Sarja, dem ersten Modul der Station, das von Russland in die Erdumlaufbahn gebracht wurde. Die ISS ist ein Komplex aus unter Druck stehenden Modulen, externen Gitterstrukturen und anderen Komponenten, die durch amerikanische Space Shuttles und die russischen Trägerraketen Proton und Sojus ins All befördert wurden. Im November 2009 bestand die Station aus elf unter Druck stehenden Modulen sowie einer Hauptgitterstruktur, der sogenannten Integrated Truss Structure.
Die ISS wird von sechzehn großen Solarmodulen auf dem externen Gittergerüst sowie vier kleineren Solarmodulen betrieben, die auf den russischen Stationsmodulen montiert sind. Sie umkreist die Erde in einer Höhe zwischen 278 km und 460 km.
Eine ständige Besatzung bietet gegenüber unbemannten Raumfahrzeugen viele Vorteile. Die Experimente können von der Crew je nach Bedarf überwacht, ergänzt, repariert oder ersetzt werden. Das Gleiche gilt auch für andere Komponenten der Raumstation selbst. Aufgrund der relativ niedrigen Flugbahn der ISS haben die Wissenschaftler auf der Erde schnellen Zugriff auf ihre Daten und können laufende Experimente jederzeit abändern oder neue Experimente starten.
„Die Internationale Raumstation macht ein gemeinsames Leben und Arbeiten vieler Nationen im Weltraum möglich.“
Teil der Mission der ISS-Crews ist ihr Einsatz im Bildungsbereich und die internationale Zusammenarbeit. So geben sie Schülern nach ihrer Rückkehr auf die Erde durch eine Vielzahl von Experimenten, Veranschaulichungen und anderen Klassenaktivitäten Einblicke in ihre Arbeit.
Das ISS-Programm an sich und die internationale Kooperation, für die es steht, ermöglichen ein gemeinsames Leben und Arbeiten vieler Nationen im Weltraum und dienen dadurch als Quelle wichtiger Erkenntnisse für zukünftige multinationale Missionen.
Seit beinahe einem Jahrzehnt führen Männer und Frauen aus der ganzen Welt hoch über der Erde bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 27.724 Kilometern pro Stunde wichtige wissenschaftliche Forschungsarbeiten durch. Ihr ständiger Begleiter: die OMEGA Speedmaster Professional X-33, eine Uhr, die in Zusammenarbeit mit Astronauten und Berufspiloten unter Berücksichtigung der strengen Anforderungen der NASA entwickelt wurde und die ihre Zuverlässigkeit als offizielle Uhr der ISS wiederholt unter Beweis gestellt hat.