Das Apollo-Sojus-Test-Projekt
Am 15. Juli 1975 begann ein wichtiges Kapitel in der Geschichte der Weltraumforschung, denn an jenem Tag schickten die Vereinigten Staaten ein Apollo-Raumschiff – das Apollo-Sojus-Test-Projekt-(ASTP)-Kommandomodul – und die Sowjetunion das Raumschiff Sojus 19 in den Weltraum.
Zwei Tage später geschah etwas Bemerkenswertes: Die beiden Raumschiffe – Vertreter der Nationen, die einst erbitterte Gegner im Wettlauf ins All gewesen waren – dockten im Weltraum aneinander an, die drei Astronauten und zwei Kosmonauten trafen sich in der Mitte, wo sie einander die Hände schüttelten, Geschenke austauschten und sich unterhielten, während sie gemeinsam die Erde umkreisten.
Das Rendezvous dauerte 44 Stunden. Anschließend wurden die Raumschiffe wieder getrennt, und Apollo schob sich vor die Sonne, um für die Sojus-Besatzung eine künstliche Sonnenfinsternis zu erzeugen und ihr damit Aufnahmen von der Sonnenkorona zu ermöglichen. Bevor beide Raumschiffe ihre Reise getrennt voneinander beendeten, fand ein weiteres kurzes Treffen statt. Das sowjetische Raumschiff blieb insgesamt fünf Tage im All, die Amerikaner neun.
Dies war das erste Kopplungsmanöver zwischen Raumschiffen, die nicht von derselben Nation gebaut worden waren, und läutete eine Ära der Kooperation in der Raumfahrt ein, die zur Entwicklung einer dauerhaft bewohnten Raumstation führen sollte. Die Mission läutete aber auch das Ende einer anderen Ära ein – es war der letzte Flug eines Apollo-Raumschiffs.
Die Apollo-Sojus-Mission bleibt insbesondere aufgrund ihrer politischen Bedeutung in Erinnerung. Daneben ist sie jedoch auch mit einigen beachtlichen technologischen Erfolgen verbunden, denn keines der beiden Raumschiffe – die sich im Übrigen komplett voneinander unterschieden – war ursprünglich für eine Kopplung konzipiert worden.
Kommandant der amerikanischen Besatzung war Thomas Stafford. Daneben gehörten ihr Vance Brand und Donald K. „Deke“ Slayton an, der letzte der sieben ursprünglichen Mercury-Astronauten, die dafür ausgewählt worden waren, in die Erdumlaufbahn zu fliegen, aber der aufgrund eines Herzproblems lange Zeit an den Boden gefesselt gewesen war. Die sowjetische Zwei-Mann-Besatzung bestand aus Waleri Kubassow und Alexej Leonow, dem der erste Weltraumspaziergang gelungen war.
Sowohl die Sojus als auch die Apollo-Besatzung waren mit OMEGA-Speedmaster-Professional-Armbanduhren ausgestattet.
Das ASTP-Kommandomodul wasserte am 24. Juli 1975 nach 217 Stunden und 30 Minuten im All.
Die Apollo-Ära ging zu Ende. Sechs Jahre sollten vergehen, bevor der nächste amerikanische Astronaut an Bord des wiederverwendbaren Space Shuttles ins All zurückkehren würde. Natürlich wurden auch alle Space-Shuttle-Astronauten von OMEGA Speedmaster Uhren begleitet.