Wie funktioniert das?

Für die meisten Träger einer OMEGA-Armbanduhr mit Co-Axial Kaliber sind wohl die leistungsstarke Zeitnahmefunktion und die langen Wartungsintervalle am wichtigsten. Doch lohnt es sich auch, die innovative Co-Axial Technologie einmal näher zu betrachten.

Die Funktionsweise der exklusiven Co-Axial Kaliber von OMEGA unterscheidet sich wesentlich von der klassischen Ankerhemmung mit Rücker. Um die Vorzüge der Co-Axial Hemmung von OMEGA im Hinblick auf eine verringerte Reibung und eine höhere langfristige Gangstabilität richtig schätzen zu können, ist eine nähere Betrachtung ihrer Mechanik notwendig.

Die Co-Axial Hemmung von OMEGA besteht aus einem Zwischenrad, einem aus dem Hemmungsrad und dem Hemmungsradtrieb bestehenden doppelten Co-Axial Rad, einem Anker mit drei Rubin-Paletten und einer Rolle mit einer Rubin-Impulspalette und einem Rubin-Hebelstein.


Bei jeder modernen Uhrenhemmung muss die Energie zum Schwingungserzeuger sowohl im als auch gegen den Uhrzeigersinn übertragen werden. Bei der Co-Axial Hemmung von OMEGA wird der Impuls für eine Drehung im Uhrzeigersinn direkt von den Zähnen des Hemmungsrades auf die Rubin-Impulspalette geliefert. Die Drehung gegen den Uhrzeigersinn wird durch die Zähne des Hemmungsradtriebes ausgelöst, die der Impulspalette des Ankers einen Impuls geben. Nach jedem Impuls wird das Hemmungsrad durch die Ruhepaletten stillgehalten, damit die Unruh ihre Schwingung beenden kann.

Der Hauptvorteil dieser neuen Hemmung wird vor allem im Vergleich zur Ankerhemmung deutlich. Dort gleitet der Zahn des Ankerrades bei jedem Impuls entlang der geneigten Oberfläche der Palette. Dadurch entsteht eine beachtliche Reibung, die eine optimale Schmierung unerlässlich macht, wenn die Hemmung korrekt funktionieren soll. Schmiermittel jedoch altern mit der Zeit und reagieren äußerst empfindlich auf Veränderungen der Umgebungsbedingungen (Temperatur, Luftfeuchtigkeit, etc.) und beeinträchtigen damit langfristig die Gangstabilität der Uhr.

Bei der Co-Axial Hemmung hingegen wird die Energie mittels tangentialer Kräfte übertragen, die durch die radialen Bewegungen der einzelnen Komponenten geliefert werden. Der sehr kurze Gleitweg hat eine bedeutende Verringerung der Kontaktflächen und damit der Reibung innerhalb der Hemmung zur Folge. Dadurch funktioniert die Hemmung ähnlich einem Zahnrad, das mit einem seiner Zähne eingreift. Dies bedeutet, dass keine Schmierung nötig ist (ein einfacher Schutzfilm auf den Spitzen der Zähne des Hemmungsrades ist zur Vorbeugung gegen Abnutzung völlig ausreichend) und die Hemmung somit über lange Zeit eine hohe Gangstabilität gewährleistet.

Die Co-Axial Hemmung von OMEGA wird zusammen mit einer neuen freien Unruh-Spiralfeder ohne Rücker eingesetzt. Der Gang der Uhr kann durch eine Veränderung des Trägheitsmoments der Unruh mittels zweier goldener Mikro-Regulierschrauben auf der Unruh eingestellt werden. So werden die störenden Auswirkungen eines Kontakts zwischen Spiralfeder und Rückerstiften vermieden. Dadurch wird gewährleistet, dass die Gangstabilität der Co-Axial Hemmung über lange Zeit hinweg beibehalten wird.

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