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Die SHOM

Ein Auszug aus dem OMEGA Lifetime Magazin – Die Ocean Edition


SCHÄTZE AUS DEM ARCHIV

Tief in den heiligen Archiven des offiziellen Omega Museums finden wir heraus, wie die legendäre Seamaster 200 zu ihrem rätselhaften Spitznamen „SHOM“ kam.

Während der 1960er- und 1970er-Jahre entwickelte Omega einige der besten Taucheruhren, die es je gab. Der Titel „Seamaster Professional“ prangte auf vielen legendären Taucheruhren, und berühmte Spitznamen gehörten schon immer zum Vermächtnis der Marke, angefangen mit der Seamaster 300, der Seamaster 600 „PloProf“ (PLOngeur PROFessionnel, professioneller Taucher), der Seamaster 1000 (aufgrund ihrer Form und ihrer Wasserdichtigkeit von bis zu 1.000 Metern auch „the Grand“ genannt), bis hin zur Seamaster Automatic 120 m Chronograph, auch bekannt als „Big Blue“. Während die meisten dieser Modelle das gleiche berühmte ovale Gehäuse der „Pilot-Linie“ aufwiesen, war eines der letzten namhaften Mitglieder der Familie mit einem überraschend markanten eckigen Gehäuse ausgestattet. Das Modell mit der Referenz 166.0177, angetrieben von dem Omega Kaliber 1012, wurde erstmals 1973 bei der Baselworld vorgestellt und verfügte – neben seinem Gehäuse, das aus einem einzigen Stück schwedischem Stahl von Piquerez hergestellt wurde – über ein schwarzes Zifferblatt mit sehr gut sichtbaren Indizes, Schwertzeigern und dem Aufdruck der maximalen Wassertiefe von 200 m.

Offizielle Gravur

Die Uhr kam an den Handgelenken vieler Taucher zum Einsatz und sechs Jahre später, um 1979, entstand ihr Spitzname. Der französische „Service Hydrographique et Océanographique de la Marine“ (SHOM), eine auf Meeresforschung und die Veröffentlichung von offiziellen Seekarten spezialisierte Regierungsbehörde, zeigte Interesse an Taucheruhren. Der „SHOM“ war bei den ihm zugewiesenen Aufgaben derart kompetent, dass ihm auch die Verantwortung übertragen wurde, viele Ausrüstungsgegenstände zu zertifizieren, die anschließend von sämtlichen Marineeinheiten und -institutionen verwendet wurden. Auf der Suche nach verfügbaren Optionen, und sicher auch mit einer Liste von Anforderungen, kam der „SHOM“ auf Omega zu und erkundigte sich nach der Seamaster 200. Daraus ergab sich, dass ein Produktionslos direkt für den offiziellen Einsatz an die Behörde geliefert wurde. Die Uhren wurden ordnungsgemäß unterzeichnet und die Buchstaben „SHOM“ in den Gehäuseboden eingraviert, sodass man sie leicht von den anderen Uhren unterscheiden konnte, die damals auf dem Markt waren. Und so erhielt die legendäre Seamaster „SHOM“ für immer ihren Namen.

 

Im Dienste der französischen Marine

Doch der Ruhm der Uhr reicht noch wesentlich weiter, dank einer anderen Gravur, die auf vielen Seamaster 200 Modellen im Dienste der französischen Marine zu finden ist. Nachdem die Seamaster vom „SHOM“ ausgewählt wurde, entschied sich auch die französische „Marine Nationale“ für das Modell als offizielle Uhr. So wurde ein weiteres Produktionslos zur offiziellen Verwendung bei den Tauchereinheiten geliefert. Wie alle offiziell von Regierungsbehörden zertifizierten Uhren sind die Modelle auf dem Gehäuseboden mit der Spezialgravur versehen: „MN 79“. Dank dieser offiziellen Ernennung mitsamt Datum der französischen Marine wurde die Seamaster 200 gleich noch ein bisschen berühmter.